Rezension | Und nebenan warten die Sterne von Lori Nelson Spielman

Und nebenan warten die Sterne | Lori Nelson Spielman | Fischer | 384 Seiten | 23.09.2016 

Inhalt

Ein ergreifender und aufrüttelnder Bestseller von Lori Nelson Spielman, der Mut macht, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen. Man weiß nie, wo man es finden wird.

Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.

Erika weiß nicht wohin mit ihrer Trauer um Kristen, möchte aber vor Annie keine Schwäche zeigen – bis diese plötzlich verschwindet. In ihrer Verzweiflung denkt sie immer wieder an eine Lebensweisheit ihrer Mutter „Verwechsle niemals das, was wichtig ist, mit dem, was wirklich zählt“. Erika wird klar: Sie muss Annie finden! Sonst verliert sie auch noch ihre zweite Tochter. 
Sonst verliert sie vielleicht alles.

Meine Meinung

Lori Nelson Spielmans Bücher haben sehr wenig mit kitschigen Liebesgeschichten, oder wunderschöne Romane über einzigartige Freundschaften zu tun. Ihre Bücher erzählen über die Realität, die manchmal einfach brutal sein kann, die einem manchmal einfach nicht gefällt.

Wie reagiert man, wenn eine geliebte Person unerwartet aus ihrem Leben gerissen wurde? Man hatte keine Möglichkeit sich zu verabschieden, dass sie nicht mehr hier sein soll scheint überhaupt nicht real. Ich bin überzeugt, dass es sehr viele verschiedene Arten gibt, mit einem solch tragischen Verlust um zu gehen und auch Lori Nelson Spielman zeigt uns in dieser Geschichte verschiedene Möglichkeiten ein solches Ereignis zu verarbeiten. Erika hat ihre Tochter verloren und Annie ihre geliebte Schwester, werden sie beide einen Weg finden, den richtigen Weg finden, mit ihrer Trauer um zu gehen?

Aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt uns Lori Nelson Spielman wieder einmal, wie einem das Leben manchmal genauso negativ, wie auch positiv überraschen kann. Als eigentliche Protagonistin wurde die Geschichte von Erika in der Ich Perspektive erzählt, wobei während den Abschnitten von Annie aus einer dritten Perspektive geschrieben wurde. Wie erwartet war der Schreibstil der Autorin auch dieses Mal wieder sehr mitreissend und flüssig, aber trotz allem hat mich bei dieser Geschichte etwas gestört! Die Gefühle welche ich bei ihrem anderen Buch so nachvollziehbar und realistisch fand, konnten mich bei "Und nebenan warten die Sterne" nicht immer erreichen. Das Problem war nicht ihre Art über die Gefühle zu schreiben, oder dass sie nicht wirklich auf sie eingegangen ist, sondern einfach, dass mir gewisse Gefühle in gewissen Situationen etwas fremd waren.

Fazit

Lori Nelson Spielmans neuestes Buch hatte hier und da ein paar Schwächen, aber wiederspiegelt das nicht unser Leben an sich? Nichts ist perfekt und auch wenn mich ihr Buch nicht immer überzeugen konnte, so war ich am Ende doch zufrieden mit dem Verlauf. Mein letzter Gedanke, bevor ich das Buch dann beendet habe? Diese Titel hat es wirklich auf dem Punkt getroffen. Was ich genau damit meine? Lest selbst!


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Lovelybooks sowie auch bei Fischerverlag für dieses Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare